Dienstag, 12. September 2017

Das kleine Meditationsbuch für alle, die nicht meditieren können (mein Leseeindruck)





 ISBN: 978-3-442-22230-8
Taschenbuch, Flexobroschur, 144 Seiten, 10,5 x 14,8 cm 
 Verlag: Goldmann 


"Einatmen, ausatmen - glücklich sein!" (Klappentext)
Für mich als Meditationsneuling ein Versprechen. 
Ganz so einfach ist es dann doch nicht. Das Meditieren will gelernt und geübt sein. Das kleine Buch, welches in jede Handtasche passt, enthält Übungen und praxiserprobte Tricks für Jedermann. 
Der Autor Dr. Pascal Akira Frank hat Japan, das Heimatland seiner Mutter, oft besucht und sich mit den Weisheitslehren des Zen-Buddhismus und Daoismut vertraut gemacht. 

Das Buch ist lt. Klappentext für Anfänger und Fortgeschrittene geeignet.
Es gibt 10 häufige Hindernisse, die das Meditieren schwierig machen:
Meine Gedanken wandern.
Mir fällt es schwer im Hier und Jetzt zu bleiben.
Ich habe körperliche Schmerzen.
Ich finde keine Zeit.
Ich bin frustriert.
Ich bin unmotiviert.
Ich werde schläfrig.
Eine Fliege stört mich.
Mir ist langweilig.
In mir steigen belastende Gefühle auf.
Für jedes Hinderniss ein eigenes Kapitel in dem auf die Gründe eingegangen wird und Lösungen angeboten werden. Farbig unterlegte Tipps bereichern die Kapitel.

Das Buch wird durch farbige Zeichnungen, ähnlich dem Fuchs auf dem Cover, aufgelockert. Beim ersten Durchblättern habe ich die Bilder angeguckt und war schon positiv gestimmt.

Ein kleines, handliches Buch für Meditationanfänger. Liebevoll gestaltet und verständlich geschrieben.




Ich danke dem Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares. 
  Bei der Buchbesprechung handelt es sich um meine persönliche Meinung, die in keiner Weise beeinflusst wurde





Sonntag, 3. September 2017

Tot überm Zaun (mein Leseeindruck)




ISBN: 978-3-453-42164-6 
Taschenbuch, Klappenbroschur, 384 Seiten
 Verlag: Heyne 


Was passiert wenn eine Krimiautorin eine Leiche entdeckt? Cosma Pongs findet einen Toten in einem Schrebergarten und versucht gleich die Ermittlungen an sich zu ziehen. Ihre Tochter Paula, die als Kriminalhauptkommissarin den Fall übernimmt, ist gar nicht erbaut von der "Hilfe" ihrer Mutter.

Mein Leseeindruck:
Cosma Pongs ist eine leidenschaftliche Krimiautorin. Sehr zum Leidwesen ihrer Tochter Paula, die gerne auf die Mithilfe ihrer Mutter verzichten würde. Cosma heißt eigentlich Renate, ist Mitte 60 und hält sich für eine gewiefte Ermittlerin. Schnell hat sie immer wieder einen anderen Verdächtigen und versucht auf eigene Faust mit ihren Wohngemeinschaftsfreunden zu ermitteln. Zu meinen Lieblingsprotagonisten gehört Cosma nicht. Sie ist rechthaberisch, aufdringlich, unbelehrbar und macht ihrer Tochter das Leben schwer. 
Paula muss in dem Mord Ermittlungen anstellen und gleichzeitig ihre Mutter und deren Truppe fernhalten. Das gelingt ihr nicht immer und sie verzweifelt fast daran. Ich kann ihr das gut nachfühlen. Wenn Cosma meine Mutter wäre würde ich mich versetzen lassen.

Die kurzen Kapitel sind jeweils Cosma oder Paula zugeordnet und mit einer Überschrift versehen. So verliert man beim Lesen nicht den Faden und kann sich auch mal von Cosma erholen.

Der Kriminalfall selber hat eine (für mich) unerwartete aber logische Lösung. Im Buch überwiegt der Slapstick und der Krimi kommt fast zu kurz. 

Mein Fazit:
Ein Cosykrimi, der gut unterhält und dem Leser den Schrebergartenalltag mit seinen Vorschriften näherbringt. Ich habe mich gut unterhalten gefühlt obwohl die Hauptprotagonistin Cosma absolut nicht mein Fall ist.

 

 

Ich danke dem Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares. 
  Bei der Buchbesprechung handelt es sich um meine persönliche Meinung, die in keiner Weise beeinflusst wurde

 

Samstag, 12. August 2017

Das Haus im Amselgarten (mein Leseeindruck)



Untertitel: Ein heiterer Sommer auf dem Thüringer Land
Hardcover, 170 Seiten
ISBN: 978-3-943539-80-6


Ein Bauarbeiter mit einem Presslufthammer raubt der Erzählerin die Ruhe und dann kommt ein Pfeil ins Spiel. Eine überstürzte Reise zur Großmutter aufs Land folgt und aus dem geplantem kurzen Aufenthalt wird ein Sommer auf dem Thüringer Land.

Die Erzählerin nimmt uns mit aufs Land zu ihrer Oma in das Haus im Amselgarten. Die Oma ist eine patente Frau die gerne Kreuzworträtsel löst und dabei den einen oder anderen Preis gewinnt. Auch für die Probleme des Alltags hat die Oma immer eine Lösung parat und sei es der selbstgemachte Schlehenlikör. Die Früchte aus Garten und Feld werden von der Oma eingemacht  und nichts wird verschwendet.
So wie unsere Omas eben waren, immer vorsorgen für "schlechte Zeiten".
Fünf Rezepte runden das Buch ab, unter anderem für den Schlehenlikör.
Zu den beiden Frauen stoßen während des Sommers einige Tiere die für amüsante Abwechlsungen sorgen.
Vieles in dem Buch hat mich an meine Kindheit erinnert. Die Zeit des Einmachens, die Kaffeekränzchen der älteren Frauen, die "gute Stube" für den Besuch. Die Oma redet gern Dialekt aber es sind nur einzelne Sätze und die Erzählerin übersetzt für uns Leser ins "Hochdeutsche". Ich hatte keine Probleme mit dem thüringer Dialekt im Gegenteil, er passt Geschichte.
Wie duftet der Frühling? Ich hatte den Duft beim Lesen in der Nase. Genau wie die Ankunft der Schwalben und deren Gesang, der für mich den Sommer einläutet. Silke Hein versteht es die Düfte und Geräusche des Frühlings und Sommers in ihre Geschichte zu verflechten. Es geht besinnlich aber auch mal sehr lustig zu.

Ich habe mich rundum wohlgefühlt auf dem Thüringer Land das nicht viel anders ist als meine norddeutsche Heimat.




Ich durfte bei lovelybooks.de an der Leserunde teilnehmen. Ich bedankte mich bei Silke Hein und dem Salier Verlag für die Bereitstellund eines Leseexemplares.

Freitag, 28. Juli 2017

Portugiesische Rache (mein Leseeindruck)




ISBN: 978-3-453-41945-2 
 Paperback, Klappenbroschur, 352 Seiten
 Verlag: Heyne 



Der deutsche Expolizist Henrik Falkner hat das Antiquariat seines Onkels Martin in Lissabon geerbt und übernommen. Aber auch in Portugal gibt es ungelöste Verbrechen und Henrik kann es nicht lassen zu ermitteln.
Ein Mann wird in der gegenüberliegenden Bar erstochen und Henrik versucht ihn erfolglos zu retten. Schon ist er zusammen mit der Polizistin Helena mitten in den Ermittlungen. 

Mein Leseeindruck:
Dies ist das zweite Buch einer Reihe um den Expolizisten Henrick Falkner. Leider habe ich den ersten Band (Portugiesisches Erbe) nicht gelesen und das hat mir die Lektüre etwas erschwert. Immer wieder gab es einen Bezug auf das erste Buch.
Henrik Falkner der in seinem geerbten Antiquariat immer wieder Hinweise auf ungelöste Verbrechen entdeckt ist der Hauptprotagonist. Er wird von Unbekannten verfolgt weil er in einem alten Fall ermittelt. Die Verfolgungjagden führen durch Lissabon und die Beschreibungen von Gassen, Gebäuden und Menschen lässt die Stadt vor meinem inneren Auge erscheinen - ich war noch nie in Lissabon.
Leider bleiben die Protagonisten etwas blass. Henrik scheint dem schönen Geschlecht nicht abgeneigt zu sein. Er versucht immer noch den Tod seiner Frau zu verarbeiten, hat aber schon das eine oder andere Date mit einer schönen Frau.
Der Anfang und das Ende des Buches waren spannend, in der Mitte gab es leider Längen und die undruchsichtige Handlung tat ihr übriges. Es ging um die Vergangenheit Portugals - leider nicht gut genug erklärt. Ich habe da Lücken und müsste erst nachlesen um einiges zu verstehen. Aber da mich das Buch nicht so ganz fesseln konnte werde ich das erst mal nicht tun.

Mein  Fazit:
Ein Krimi mit Längen und sehr viel Protagonisten die "sortiert" werden wollen. Man sollte unbedingt den ersten Band lesen um die Handlung richtig verstehen zu können. Mir haben die Schilderungen Lissabons gefallen aber der Kriminalfall nicht so sehr.



Ich danke dem Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares. 
  Bei der Buchbesprechung handelt es sich um meine persönliche Meinung, die in keiner Weise beeinflusst wurde


Donnerstag, 20. Juli 2017

Sie haben ihr Ziel erreicht (mein Leseeindruck)



Taschenbuch, 255 Seiten
Verlag: Tinte & Feder


Erwin, Willi und Justus, drei "reife" Männer planen einen Wellnessurlaub. Befreundet sind sie seit ihrer gemeinsamen Schulzeit, halten zusammen und sorgen sich umeinander. Jetzt soll Erwin nach dem Tod seiner Frau auf andere Gedanken gebracht werden und so wird eine Woche Urlaub in einem noblen Wellnesshotel in Bayern geplant. Leider hat Erwin bei der Buchung kein glückliches Händchen und die Männer müssen ihren Urlaub anstatt im Nobelhotel in einer Kuranstalt in einem Nachbarort antreten. Auch sein Navi macht nicht unbedingt das was Erwin von ihm erwartet. Trotz der holländischen Ansagen kommen die drei Freunde im Kurhotel Erika an. 
Ihre Urlaubswoche gestaltet sich mehr als turbulent.

Mein Leseeindruck:
Erwin der noch immer um seine tote Frau trauert droht zu einem Eigenbrötler zu werden und seine beiden Freunde Justus und Willi versuchen ihn mit dem Wellnessurlaub aufzumuntern. Beim Aufenthalt versucht Erwin sich als Hobbydedektiv.
Willi ist ein Hobbyhandwerker dessen Reparaturversuche nicht immer von Erfolg gekrönt sind. Der Hausmeister des Kurhotels Erika kann ein Lied davon singen.
Justus versucht seine drohende Pleite vor den Freunden zu verbergen. Das gelingt ihm allerdings nicht. 
Der Schreibstil ist flüssig zu lesen und es gab viel zum Schmunzeln. Manchmal war es mir schon zu vorhersehbar, zu klischeehaft. Trotzdem habe ich mich gut amüsiert.

Mein Fazit:
Ein Buch für den Sommer im Strandkorb oder im eigenen Garten. Vielleicht eher etwas für Männer (?).








Ich danke Friedrich Kalpenstein und LOVELYBOOKS.de für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares. 
  Bei der Buchbesprechung handelt es sich um meine persönliche Meinung, die in keiner Weise beeinflusst wurde


Donnerstag, 13. Juli 2017

Ein unmöglicher Mord (mein Leseeindruck)




ISBN: 978-3-940258-69-4
Taschenbuch, 288 Seiten
Verlag: Dryas


Der Literaturprofessor John Stableford besucht mit seiner Frau Harriet den Schwiegervater in Upper Biggins in Yorkshire. Dem geplanten ruhigen Urlaub steht allerdings ein neuer Kriminalfall für den durchaus erfolgreichen Hobbyermittler Stableford im Wege. Sein Freund Dr. Holmes, der sich zu Besuch in der Nachbarschaft befindet, bittet ihn um Mithilfe bei einem geheimen Fall.
Der Zusammenbruch des Hausherrn beim abendlichen Bankett bleibt nicht der einzige Zwischenfall.
Und schon ist Stablefords Talent als Ermittler gefragt.

Mein Leseeindruck:
John Stableford spielt gerne Golf und auch in diesem Buch ist Golf ein Thema. Für alle Nichtgolfer (wie mich) ist am Ende des Buches ein "kleines Golf-Glossar" angefügt. Und keine Angst, es geht nicht nur um Golf. 
Damit man sich ein Bild von dem Golfplatz auf Annandale Grange (dem Tatort) machen kann ist am Schluss des Buches eine Karte angefügt. Ich liebe solche Karten. Sie erleichtern mir das Zurechtfinden und in diesem Fall ist das für die Lösung wichtig.
John Stableford ist ein Gentleman mit Eigenheiten, behält gerne seine Überlegungen für sich - bis er die Lösung hat. In diesem Fall lässt die Lösung sehr lange auf sich warten und es werden für den Leser viele Spuren gelegt, die dann wieder im Sande verlaufen.
Stabelford zur Seite steht seine Frau Harriet, die er bei seinem ersten Fall kennen- und lieben gelernt hat. Sie weiß die Eigenheiten ihres Mannes zu nehmen obwohl sie ab und zu daran verzweifelt.
Percy Holmes, der zusammen mit Stableford im Geheimen für die Regierung arbeitet, vervollständigt das "Ermittlerteam". Er schätzt den scharfen Verstand seines Freundes Stableford.

Der Schreibstil von Rob Reef ist flüssig zu lesen und den 30er Jahren angepasst. Spannend vom Anfang bis zum Ende, mit vielen Hinweisen für den mitratenden Leser. Das Lesen macht einfach Spaß, auch weil der Fall erst zum Ende des Buches gelöst wird. Das Buch kommt ohne blutige Schilderungen aus. 

Mein Fazit:
Ein Krimi im klassischen englischen Stil mit Herz und Köpfchen - so kann (muss) es weiter gehen.

Stabelford-Reihe:
Stableford - ein Krimi aus Cornwall 
Das Geheimnis von Benwick Castle - ein Stableford-Krimi aus Schottland.




 
Ich danke dem Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares im Rahmen einer Leserunde bei LovelyBooks.de/
  Bei der Buchbesprechung handelt es sich um meine persönliche Meinung, die in keiner Weise beeinflusst wurde




 

Freitag, 7. Juli 2017

Nordsee - Kultur, Geschichte, Bilder (mein Leseeindruck)



ISBN: 978-3-7913-8323-1 
 Gebundenes Buch, Pappband, 240 Seiten, 24,0 x 28,5 cm
 Verlag: Prestel 


Der in Oxford lebende Sachbuchautor James Attlee hat die Geschichte der Nordsee und der anliegenden Ländern Norwegen, Dänemark, Deutschland, Großbritannien, Niederlande, Belgien und Frankreich zu einem schönen Buch zusammengefasst.

Anekdoten, Zitate und Gedichte bringen dem Leser das Leben an und mit der Nordsee näher. Es geht um Schifffahrt, Fischerei, Handel, historischen Schlachten und nicht zuletzt um den Urlaub an der Nordsee.

Es finden sich Gemälde neben alten Ansichtskarten und Fotografien. Urlaubsbildern, die Freude und Spaß zeigen, Katastrophen und die wilde, ungezähmte Nordsee. Immer mit einem passenden Zitat, einer Anekdote oder einem Gedicht.

Die Bilder sind eine Art Zeitreise durch die Jahrhunderte. Jedes mit seinem eigenen Charme und eigener Geschichte. Ob es von Stein zu Stein hüpfende Mädchen in Zeeland von 1919 oder Bilder vom Chaos in Hemsey, Großbritannien nach dem Orkan Xaver 2013 sind. Man kann das Buch an einer beliebigen Stelle aufschlagen und in die Bilder eintauchen.  

Ich habe gestaunt, gelacht, war erschrocken und begeistert.

Ein wirklich schönes und beeindruckendes Buch über Kultur und Geschichte der Nordsee






Ich danke dem Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares. 
  Bei der Buchbesprechung handelt es sich um meine persönliche Meinung, die in keiner Weise beeinflusst wurde